„Missionale Kirche“ - was meinen wir damit?

Einmal geht es um die Frage, wer der Akteur der „Mission“ ist.
Mission ist nicht eine Aktion der Gemeinde, sondern es geht um die „missio dei“, um Gottes Suchen und Handeln, wie es z.B. die Bischöfe der Anglikanischen Kirche formuliert haben: „Es ist nicht die Kirche Gottes, die einen missionarischen Auftrag in der Welt hat, vielmehr hat ein missionarischer Gott eine Kirche in der Welt.“ (Report „Mission Shaped Church“) Wenn Gott handelt, dann fragt seine Gemeinde, wo er gerade Türen öffnet. Dann lässt sie sich senden, nach dem Auftrag und Maßstab von Jesus: „Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.“ (Joh 20,21)

Zweitens geht es um die Erkenntnis, dass Mission, die sich am Weg von Jesus in dieser Welt orientiert, ganzheitlich ist und umfassend.
Die Kirche von England hat dazu fünf Kennzeichen von Mission gemäß der „Missio Dei“ entwickelt („Five Marks of Mission“):

  1. Einladende Verkündigung der frohen Botschaft vom Reich Gottes
  2. Lehren, Taufen und Begleitung in ein lebendiges, mündiges Christsein
  3. Diakonie - Antwort auf menschliche Not durch Liebe, die dient
  4. Gerechtigkeitshandeln – das Streben, ungerechte Strukturen in der Gesellschaft zu verändern
  5. Bewahrung der Schöpfung
    Mission ist also nicht additiv, sondern „integrativ“, nicht so, dass der eine dieses und der andere jenes tut. Das heißt:
    Mission kann es nicht geben ohne selbstlosen Dienst für das Wohl von Mensch und Schöpfung.
    Den Dienst für die Welt kann es nicht geben ohne die Einladung zum Glauben.

„Gleichermaßen kann Mission nicht von der Sehnsucht Gottes absehen, dass der verlorene Sohn und die verlorene Tochter wieder heimkehren in ein vertrauensvolles Verhältnis zum Vater.
Das ist nicht zu trennen von allem anderen Dienst, der Menschen durch die Sendung der Kirche zuteilwird, aber es ist gleichermaßen das Herzstück dieses Dienstes.
Es nützte dem Menschen wenig, wenn sein Leben äußerlich völlig intakt wäre, aber seine Beziehung zu Gott weiterhin Schaden litte.“ (Prof. Michael Herbst)

Weil das erneuerte Verhältnis zu Gott auch sofort immer ein erneuertes Verhältnis zu allen anderen einschließt, ist nicht nur der Weg, sondern auch das Ziel missionalen Handels immer ganzheitlich, im Sinn der „Five Marks“.

„Aus dem je neuen Hören erwächst sofort auch die Sendung zu anderen, die diese Botschaft lange nicht mehr, noch nie oder jedenfalls noch nie so, dass es sie „anginge“, gehört haben. Und das Ziel ist dann immer auch, dass diese anderen anfangen, dem Evangelium zu vertrauen. Kirche ist so immer Kirche für Anfänger.“ (Prof. Michael Herbst)

Das ist gemeint, wenn wir bei WEITERHORIZONT über Mission sprechen.

Meinung

Ulrike Frank

Vorsitzende Kirchengemeinderat

"Weiterhorizont eröffnet uns in unserem Kirchenbezirk neue Horizonte und neue Wege: Weiter zu denken, weiter zu sehen, weiter zu beten, weiter zu glauben und weiter zu gehen MIT und FÜR Menschen in unserer Zeit. Ich packe meinen Rucksack und bin sehr gerne mit dabei, abenteuerliche Wege zu entdecken. "

Meinung

Maike Sachs

Pfarrerin, Mitglied der Landessynode

„Wir sind als Kirche oft mit uns selbst beschäftigt. Wir reagieren auf Veränderungen und wollen gleichzeitig sparen. Das kostet Kraft. Aber was ist mit den Menschen um uns? Verstehen wir sie noch und verstehen sie uns? Da setze ich auf WEITERHORIZONT, auf eine neue Sicht und gute Impulse.“

Meinung

Jörg Stooss

Project Manager, KGR Vorsitzender

In unseren Kirchengemeinden gibt es viele gute Ideen, wie attraktives Gemeindeleben gestaltet werden könnte. Um neue Wege zu gehen und Neues auszuprobieren fehlt oft das Geld.
Mit dem Fond von WEITERHORIZONT können innovative Projekte vor Ort finanziell unterstützt, begleitet und realisiert werden.

Meinung

Norbert Braun

Dekan

"Bei allen Herausforderungen, mit denen wir als Kirche und Gesellschaft konfrontiert sind, brauchen wir eine Perspektive der Hoffnung. WEITERHORIZONT hilft mir, diese nicht zu verlieren, Gottes Verheißungen zu vertrauen und den Mut nicht sinken zu lassen. Denn ER stellt unsere Füße auf weiten Raum."

Meinung

Cornalia Zeifang

Geschäftsführerin, ehem. Vors. KGR & Mitglied Landessynode

"An WEITERHORIZONT gefällt mir, dass es mir Impulse gibt, neu über Kirche und Gemeinde nachzudenken. Warum ist Kirche wichtig? Was ist unser Auftrag? Was sind unsere Aufgaben?
Um über diese Fragen nachzudenken, tut es gut sich auszutauschen, auf Gott zu hören und zu sehen, wie andere Menschen mit diesen Fragen umgehen. Und welche Antworten sie eventuell schon gefunden haben."

Meinung

Michael Karwounopoulos

Dekan

Ich unterstütze „WEITERHORIZONT“, weil ich meine, dass unsere Kirche unbedingt neue Wege gehen muss, um die Menschen unserer Zeit zu erreichen. Aufbrüche waren immer und sind heute noch Lebenselixier der Kirche.

Meinung

Stefan Mergenthaler

Pfarrer

Gottes Möglichkeiten reichen weit über unseren Horizont hinaus. Wenn wir als Kirche nur auf das sehen, was kleiner wird, schränken wir unsere Sicht ein wie in einem schattigen Tal. Das Projekt WEITERHORIZONT soll den Blick heben und Kirche über Strukturen und Entwicklungen hinaus denken, mit Weitblick, im Licht Gottes.

Meinung

Markus Schoch

Prälat

Als Christenmenschen sind wir immer wieder aufgerufen, unseren Blick über uns selbst hinaus zu richten und im Blick auf Gottes Zusage den WEITEN HORIZONT zu entdecken, den Gott uns schenkt. Dabei sind wir sind eingeladen, diejenigen nicht aus den Augen zu verlieren, die unsere Zuwendung besonders benötigen und gemeinsam zu entdecken, wohin Gottes Wege uns führen.